Luftfeuchtigkeit im Innenraum durch die richtige Baustoffwahl regulieren

Naturbaustoff Lehm als Stampflehmwand

Die Luftfeuchtigkeit in Wohn- und Innenräumen wird beeinflusst von verschiedenen Faktoren. Neben dem Nutzerverhalten, der Lüftung, der Außenluft, der Temperatur und der Dichtigkeit des Gebäudes, spielen die Oberflächen der raumumschließenden Bauteile eine wichtige Rolle.

Vorteile natürlicher Materialien - ökologisch und gut für das Raumklima

Die richtige Auswahl der Baustoffe sorgt mit einem ausgeglichenen Feuchtigkeitshaushalt für ein optimales Raumklima. Nach baubiologischen Kriterien kommen dafür bevorzugt natürliche und schadstofffreie Materialien zum Einsatz.

Sie haben den Vorteil diffusionsoffen, hygroskopisch und sorptionsfähig zu sein, was dazu führt, dass Feuchtigkeit aus der Raumluft aufgenommen, zwischen gepuffert, weitergeleitet und bei entsprechender Lage wieder abgeben wird. Diese Qualitäten ermöglichen es, jahreszeitlich und nutzungsbedingte Feuchteschwankungen im Innenraum auszugleichen, Schimmelpilzbefall vorzubeugen und ganzjährig gesundes Raumklima zu gewährleisten.

Ökologischen Baustoffe, wie Lehm, Schafwolle und Kalk sind bei durchgängig diffusionsoffener Bauweise fähig auch Schadstoffe zu binden und Gerüche zu neutralisieren.

Konstant gesunde Luftfeuchtigkeit erreichen

Mit Baustoffen, aus nachwachsenden oder mineralischen Rohstoffen, lässt sich die Raumluftfeuchte, Studien zufolge, optimal bei 50% rel. Feuchte halten. Entscheidend hierfür ist die Materialwahl der ersten 2-3 cm der raumumschließenden Oberflächen.

Aus gesundheitlicher Sicht wünschenswert ist eine relative Raumluftfeuchte von 40-60% bei durchschnittlichen Innenraumtemperaturen von ca. 18-22 °C. Unterhalb von 40% r. F. wird häufig über Reizungen der Haut und Schleimhaute geklagt, diese Situation findet man im Winter besonders häufig. Oberhalb von 60% r. F. können bei dauerhaftem Vorliegen über 70% r.F. unter bestimmten Bedingungen, z.B. an kalten Oberflächen, Schimmelpilze wachsen.

Die hygienisch erforderliche Luftwechselrate in Wohnräumen kann mit gut kombinierten natürlichen Baustoffen soweit reduziert werden, dass auf mechanische Zuluft verzichtet werden kann. Ein regelmäßiges Lüften als manuelle Fensterlüftung 2-3-mal am Tag, wäre hierfür ausreichend.

Autorin: Nurgül Ece, Dipl. Ing. Architektin, Baubiologin IBN, Webseite

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