Die Diskussion um Mobilfunk und drahtlose Technologien begleitet unsere Gesellschaft seit Jahrzehnten. Mit jeder neuen Generation – von GSM über LTE bis hin zu 5G – wachsen nicht nur die technischen Möglichkeiten, sondern auch die Sorgen vieler Menschen über mögliche gesundheitliche, ökologische und gesellschaftliche Folgen.
Millionen Mobilfunkantennen, WLAN-Netze und ständig sendende Geräte erzeugen heute eine nahezu flächendeckende Dauerbelastung durch elektromagnetische Felder.
Viele Forscher, Baubiologen und Mediziner warnen davor, dass die künstliche Strahlenbelastung langfristig schädliche Auswirkungen auf Menschen, Tiere und Umwelt haben könnte. Die Befürworter des Mobilfunkausbaus verweisen auf Grenzwerte, technische Standards und Bewertungen internationaler Behörden, nach denen Mobilfunk innerhalb der geltenden Richtlinien als sicher gilt.
Forschungsarbeiten, wie z.B. die ATHEM-3-Studie und weitere internationale Studien zu den biologischen Effekten elektromagnetischer Felder haben die Debatte weiter verstärkt.
Damit ist die Mobilfunkdiskussion längst mehr als eine technische Frage. Sie berührt Gesundheit, Wissenschaft, Politik, Digitalisierung, wirtschaftliche Interessen und die Verantwortung gegenüber kommenden Generationen.
Zwischen Fortschritt, Nutzen und Vorsorge wächst weltweit die Forderung nach unabhängiger Forschung, transparenter Aufklärung und einem bewussteren Umgang mit drahtlosen Technologien.
Zu welchen Ergebnissen kommt die ATHEM-3-Studie?
Die ATHEM-3-Studie hat von 2020 bis 2023 untersucht, wie sich Mobilfunkstrahlung über einen längeren Zeitraum auf die Gesundheit auswirkt. Dabei ging es vor allem um die Effekte auf das autonome Nervensystem und die DNA im Blut. Die Ergebnisse zeigten, dass Menschen, die höherer Strahlung ausgesetzt sind, schlechter schlafen und Schäden an der DNA zeigen. Diese Schäden können sich über Jahre ansammeln und gesundheitliche Probleme verursachen.
Die Studie wurde von der Kompetenzinitiative e.V. und Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Slowakei durchgeführt. Die wissenschaftlichen Projektleitung lag bei Prof. Dr. Wilhelm Moosgöller von der Medizinischen Universität Wien.
Mobilfunk im Fokus – Filme, Fakten und Hintergründe
Der Dokumentarfilm „Das digitale Dilemma“ von Klaus Scheidsteger beschäftigt sich mit der ATHEM-3-Studie und setzt sich kritisch mit den Auswirkungen von Digitalisierung, Mobilfunk und digitalem Medienkonsum auf Gesundheit, Gesellschaft und Umwelt auseinander. Im Film kommen verschiedene Wissenschaftler, Ärzte, Baubiologen und Betroffene zu Wort.
Die Vorpremiere des Films fand am 14. November 2023 im EU-Parlament in Brüssel statt.
„Das digitale Dilemma“ wurde ins Englische, Französische und Italienische übersetzt und ist hier kostenfrei anzusehen.
In dem neuen Dokumentarfilm „Die Witwenstraße“ von 2026 beleuchtet Klaus Scheidsteger die Entstehungsgeschichte der ATHEM-3-Studie und begleitet die wissenschaftliche Arbeit hinter den Untersuchungen zu möglichen biologischen Wirkungen von Mobilfunkstrahlung.
Der Film versteht sich nicht als abschließendes Urteil, sondern als Einladung, unterschiedliche Perspektiven anzuhören und sich selbst eine Meinung zu bilden. Er wurde am 30. April 2026 In der Stadthalle in Thun (Schweiz) in einer Premiere vorgestellt und kann auf YouTube hier kostenfrei angesehen werden.
Die Filmpremiere und die Podiumsdiskussion sind auf YouTube kostenfrei hier anzusehen.
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