Wissenswertes von unserer Jahrestagung zu 5G

Die wichtigsten Informationen zu dem brandaktuellen Thema aus dem sehr spannenden Vortrag von Manfred Mierau – „5G baubiologisch messen“ - möchten wir gern an alle Mitglieder weitergeben.

Die Technik nutzt teils deutlich höhere Bandbreiten in Frequenzbereichen von aktuell 700 MHz bis 3,7 GHz, zukünftig wohl auch 26-40 GHz. Sie zielt auf eine umfassende Kommunikation nicht nur von Mensch-zu-Mensch, sondern auch von Mensch-zu-Maschine- und von Maschine-zu-Maschine ab.

5G baubiologisch messen

Aufgrund der Nutzung neuer Frequenzbereiche sind nun mehrere Breitbandmessgeräte / neue Antennen für eine Messung notwendig. Dabei ist durch die hohen Bandbreiten und Crest-Faktoren bei Breitbandmessgeräten eine erhebliche Unterbewertung zu erwarten, auch zeitliche Schwankungen der Intensitäten sind nun deutlich stärker ausgeprägt als bisher, evtl. sind Langzeitmessungen sinnvoll.

Ein Vorteil für die Messungen liegt in der deutlichen 50 Hz-Pulsung von 5G-Signalen, wodurch eine akustische Erkennung des Signals möglich ist.

Messungen mit Spektrumanalysatoren werden ebenfalls aufwendiger und zeitintensiver, zudem ist ein Frequenzgang bis mindestens 4 GHz empfehlenswert.
5G-Messungen sind genau kaum zu machen, es sind immer nur mehr oder weniger gute Abschätzungen möglich.

In der Regel ist es jedoch in Ordnung, wenn baubiologisch-pragmatisch nur grobe Abschätzungen vorgenommen werden, es ist immer abzuwägen, welche Genauigkeit wann nötig ist. (Dies ist den Kunden gegenüber entsprechend zu kommunizieren!)

Viel wichtiger als genaue Messwerte sind baubiologisch oft die Bestimmungen, von wo etwas eindringt bzw. wo Maßnahmen im Sinne machbarer Reduzierungen sinnvoll sind. Für baubiologische Bewertungen ist oft nur die Einstufung 'unauffällig / schwach / stark / extrem auffällig' wichtig.

Bitte auch den Aspekt der Ganzheitlichkeit weiterhin berücksichtigen: andere Mobilfunkdienste, andere Funkdienste, andere EMF (NF, Gleichfelder), Säulen B und C... mitbetrachten - 5G ist nur ein baubiologischer Aspekt unter vielen.

weitere Hilfsmittel um 5G erkennen

Manche Antennen für die 5G-Kommunikation sind deutlich kleiner und kompakter als bisherige Sektorantennen und somit leicht erkennbar. Sie werden aktuell meist zusätzlich zu vorhandenen Antennen installiert.

Während die Antennen der alten Mobilfunkgenerationen feste Hauptstrahlrichtungen hatten, nutzt 5G im 3,5 GHz-Frequenzbereich auch die sogenannte Beamforming-Technologie. Das bedeutet, dass sowohl die Sendeleistung gebündelt als auch die Senderichtung geändert werden kann, je nach Bedarf, Signalqualität, Datenübertragung und Abstand. Daraus resultieren bei 5G-Beamforming-Antennen höhere horizontale Sicherheitsabstände von ca. 10 - 20 m.

Im Vorfeld eines Kundentermins ist es daher oft hilfreich, einen Blick in die EMF-Karte zu werfen.
Durch Eingabe der Adresse erfolgt dort die Anzeige der in der Nähe befindlichen Senderstandorte. Die Standortinformationen inkl. der Sicherheitsabstände werden dort für die Standorte ebenfalls angezeigt und lassen Rückschlüsse auf evtl. vorhandene 5G-Beamforming-Antennen zu.

Zur EMF-Karte: https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Vportal/TK/Funktechnik/EMF/start.html
Zur Karte des 5G-Ausbaustands: https://www.breitband-monitor.de/mobilfunkmonitoring/karte

Haben Sie Fragen?

Verband Baubiologie e.V.
Margarethenweg 7, 53474 Bad Neuenahr
   (02641) 911 93 94
  (02641) 911 93 95
info@verband-baubiologie.de
www.verband-baubiologie.de
Mo, Mi, Fr: 10.00 - 12.00

Geschäftsstelle

Verband Baubiologie e.V.
Frau Elke Gerischer

Telefonsprechzeiten:
Mo, Mi, Fr: 10 - 12 Uhr
Tel. (02641) 911 93 94

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.