Der Verband Baubiologie präsentiert sich auf der 18. Umweltmedizinischen Jahrestagung

Autoren: Markus Burkhardt, Jeanne Siepert

Vom 08.-09.11.2019 trafen sich auf der 18. Umweltmedizinischen Jahrestagung über 300 Teilnehmer, darunter auch zahlreiche Mediziner der Umweltmedizinischen Verbände: dbu, EUROPAEM, DEGUZ, IGUMED und des Ökologischen Ärztebundes. 29 Aussteller aus den Bereichen der medizinischen Diagnostik, der Nahrungsergänzung, neuer Therapieformen, der Baubiologie, Naturheilpraxen sowie Ärzte gegen Tierversuche waren mit Infoständen präsent.

 In 15 Vorträgen wurde das Thema der Tagung zu systemischen Entzündungen und antientzündlichen Therapien vertieft. Besorgniserregend ist die Beobachtung der Ärzteschaft, dass insbesondere die chronischen Erkrankungen in den westlichen Industrieländern massiv zunehmen und vor allem immer jüngere Menschen, also unsere Kinder, davon betroffen sind.

Als Ursachen sehen die Ärzte die stark veränderten Umweltbedingungen, angefangen von der Veränderung unserer Nahrungsmittel über die Zunahme von Chemikalien und Kunststoffen im Lebensumfeld bis hin zu weiteren Umweltfaktoren, wie z.B. einseitige Ernährung, Elektrosmog oder Feinstaub.

Es wurde mehrfach berichtet, dass chronische Entzündungen massiv zunehmen und auch infolge von Fehldiagnosen, falschen Therapieformen und Unwissenheit zu ernsthaften systemischen Schäden bei den Betroffenen führen können.

Für den direkten baubiologischen Berufsalltag spannend waren insbesondere die Vorträge zu den Umwelttriggern: Kunststoffe in der Zahnmedizin, Fume Events und Aerotoxisches Syndrom, sowie Aluminium als Umweltmetall. Der sicherlich nur sehr kleine Einblick in die Funktionsweisen und Reaktionsprozesse im menschlichen Körper war für uns sehr wichtig, um zu verstehen, was durch Umweltgifte wie ausgelöst werden kann und vor allem welche gesundheitlichen Symptome sich einstellen und wie sie therapiert werden können.

Neben der Identifizierung von Umweltbelastungen und dem Expositionsstop war die wichtigste Erkenntnis im Sinne der Vorbeugung und Therapie von entzündlichen Prozessen, die regelmäßige Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren. Dies sei ein durch Studien und aus der täglichen Praxis vielfach belegter Therapieerfolg.

Dr. Volker Schmiedel erklärte in seinem Vortrag, warum Omega-3-Fettsäuren unverzichtbar für eine antientzündliche Ernährung sind und erwähnte, dass sie ebenfalls vor den Auswirkungen von Feinstaub und Elektrosmog schützen. Omega-3-Fettsäuren können z.B. in Form von Fischöl oder Fischölkapseln oder anderen Ölen, wie Leinöl, Rapsöl, Hanföl, Leindotteröl, Algenöl eingenommen werden.

Als Indiz für eine evtl. vorliegende Entzündung kann z.B. eine gleichbleibende Körpertemperatur gelten. Aus diesem Hinweis kann ein für Alle leicht selbst durchführbares Konzept abgeleitet werden, nämlich die regelmäßige Kontrolle und Dokumentation der Körpertemperatur zu verschiedenen Tageszeiten. Ergibt sich aus dieser Dokumentation kein schwankender Temperaturverlauf, könnte es ratsam sein, nach der Ursache zu schauen.

Der Verband Baubiologie war nun erstmalig mit einem Infostand auf der Umweltmedizinischen Jahrestagung vertreten und unser Infostand war an beiden Tagen sehr gut besucht.
Neben den vielen themenspezifischen Gesprächen, z.B. zu den Themen Solaranlagen, Elektrosmog, Schimmel, Radon, Baustoffe und Schadstoffe, wurde sehr häufig nach einem Baubiologen vor Ort gefragt. Um, die bei den Patienten festgestellten Umweltbelastungen im Umfeld der Patienten identifizieren und reduzieren zu können, sind viele Mediziner auf der Suche nach einer kompetenten Unterstützung vor Ort. Wir haben dann gern auf die Baubiologen-Suche auf unserer Webseite verwiesen.

Unser Fazit: Eine Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen Umweltmedizin und Baubiologie ist dringend notwendig, da die Kompetenzen beider Fachbereiche zusammen am sinnvollsten und effektivsten für die Gesundheit der Menschen eingesetzt werden können. Gemeinsam kann ein entscheidender Beitrag zur Aufklärung über und Vermeidung von Umweltbelastungen geleistet werden. Eine Wissensvermittlung in beide Richtungen anzustreben, wäre sicher ein guter Schritt zur Vernetzung der Fachbereiche und im Sinne des Fortschrittes für die Patienten und die Wissenschaft.

Zuletzt möchten wir den Organisatoren danken für die durchweg professionelle Veranstaltung, die respektvolle Atmosphäre untereinander und die gemütliche Get-together-Party mit entspannender Nackenmassage und tanzbarer musikalischer Untermalung. Wir werden uns auch im nächsten Jahr wieder für einen Infostand bewerben.

Die Vortragsunterlagen der Jahrestagungen werden freundlicherweise auf der Webseite des Deutschen Berufsverbandes Klinischer Umweltmediziner e.V. (dbu) zur Verfügung gestellt.                                             zu den Vortragsunterlagen…

 

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