Die dritte Haut

Nach der eigenen Haut und der Kleidung ist das Haus unsere dritte Haut. Und der Innenausbau ist sozusagen das, was direkt auf der zweiten Haut anliegt. Das soll geschmeidig sein und angenehm – so wie die Natur.

Innenausbau ist alles das, womit wir beim Bewohnen und Benutzen der Gebäude in unmittelbar in Kontakt kommen (können). Also Böden, Wände, Decken, Fenster, Türen, Möbel, Teppiche, usw. Baubiologischer Innenausbau bedeutet, dass alle diese Einbauten und Accessoires ästetisch schön und gesundheitlich unbedenklich sind.

Seminarraum im neuen IBN-Gebäude in Rosenheim (Institut für Baubiologie und Nachhaltigkeit – IBN)

Bei der Auswahl der baubiologisch vorteilhaften Materialien hilft uns wieder einmal die Natur mit Ihrem Vorbild. Holz, Erde und Stein bilden die Grundlage. Sie werden als Massivholzboden, Massivholzfenster, Holzmöbel, Kalkputz oder Lehmputz, Stampflehmwand oder auch Natursteinboden verwendet. Natürliche Öle und Wachse oder Farben aus Kalk und Lehm veredeln die Oberflächen. So bleibt alles „atmungsaktiv“, will sagen: die Oberfläche ist diffusionsoffen und hygroskopisch, das Material kapillaraktiv, so dass z.B. Schimmelpilze keine Chance haben.

In extremen Anwendungen wird sogar beispielsweise Schafwolle als Sanierungsflies gegen chemische Luftschadstoffe eingesetzt.

Die synthetische Produktschiene der Kunststoffe kann dem wertvollen Glanz des baubiologischen Innenausbaus nur das scheinbar schöne Aussehen entgegenhalten. In Funktion und Wertigkeit aber reichen die Kunststoffe bei weitem nicht an die Naturbaustoffe heran. Oftmals bringen sie eher noch Probleme durch erhöhte Schadstoffkonzentrationen und Gerüche in die eigenen vier Wände.

Mehr Informationen finden Sie bei Baubiologischen Beratungsstellen. Unsere Geschäftsstelle vermittelt Ihnen gerne Ihren den Fachmann in Ihrer Nähe.


Querverweise: Baustoffe natürlich!, Strohbau & Lehmbau, Massivbau & Holzbauweise