Wärmestrahlung ist besser als warme Luft

Wenn’s draußen kalt wird, wissen wir alle die Wärme des Feuers zu schätzen.

Moderne Heizungen zeigen uns das Feuer nicht mehr. Sie liefern einfach nur die Wärme, die meist als warmes Wasser durch Leitungen fließt und von Heizkörpern an den Raum abgegeben wird.

Strahlungswärme vom Kaminofen

Flächen, die Wärme abstrahlen, sind physiologisch für unsere Gesundheit vorteilhaft. Das können Wände, Böden oder Decken sein. Die Heizungstechnik setzt dazu Wandheizungen, Fußbodenheizungen und Deckenheizungen ein, die von Warmwasser durchflossenen Leitungen durchzogen sind. Da die Temperaturen des Heizungswassers sehr niedrig sein können, wird vergleichsweise wenig Energie gebraucht, die vorzugsweise aus Solarenergie hergestellt wird.

Einzelöfen kommen dem besten natürlichen Wärmelieferanten auf unserer Erde am nächsten: der Sonne. Auch hier genießen wir die Wärmestrahlung des Grundofens oder des Kaminofens, der direkt im Wohnraum steht. Eine Glastüre lässt den verzaubernden Lichtschein des Feuers in die Stube.

„Die Sonne bringt Wärme und das Licht,
aber Schatten, den bringt sie nicht.“
(deutsches Sprichwort)

Heizkörper, die viel warme Luft aufwirbeln, sind für die Gesundheit nicht förderlich, da auf diesem Wege deutlich mehr Feinstaub in unsere Lungen gelangt. Solche Kompaktheizkörper und Konvektoren sind jedem von uns bekannt. Sie brauchen mehr Energie als Flächenheizungen, weil das Wasser viel heißer aufgeheizt werden muss.

Bei der Wärme lohnt es sich also baubiologisch zu denken und zu planen

  • Einsatz nachwachsender Rohstoffe wie Sonne, Holz, Erdwärme,
  • Strahlungswärme statt warmer Luft (Konvektion)
  • Niedertemperatursysteme (Wandheizung, Fußbodenheizung, …) statt Hochtemperatursysteme
  • Wärmerückgewinnung aus Abluft und Abwasser

Warm wird es mit jeder Heizung, aber baubiologische Wärme wärmt gesund und schont gleichzeitig Umwelt und Geldbeutel.


Querverweise: Haus & Technik25 Grundregeln der Baubiologie