
Die moderne BAUBIOLOGIE beschäftigt sich seit nunmehr 25 Jahren mit den gesundheitlichen Auswirkungen von Umwelteinflüssen auf den Menschen in seiner unmittelbaren Umgebung, in Schlaf- und Wohnräumen, an Arbeitsplätzen oder auf Grundstücken.
Der Grundgedanke: Die verschiedenen Risikofaktoren in Innenräumen und die Möglichkeiten, sie messtechnisch zu diagnostizieren werden im Rahmen eines wissenschaftlichen Standards zusammengefasst.
Heute gilt der `Standard der baubiologischen Messtechnik` bereits international als Maßstab für professionelle, ganzheitliche und unabhängige Messungen in Innenräumen. Er beinhaltet erstmalig alle die zunehmenden mikrobiologischen Risiken in Form von z.B. Schimmelpilzen oder Bakterien, die auffällige Bauphysik sowie alle hausgemachten (und von außen einwirkenden) Felder, Wellen und Strahlen von Elektrosmog und Radioaktivität über geologische Störungen bis zum Schall, die vielen Wohngifte, Gase, Schadstoffe und Partikel.
Die `Baubiologischen Richtwerte´ beziehen sich auf die empfindliche und besonders wichtige Schlaf- und Entspannungszeit und auf die hiermit verbundene Langzeitbelastung des Menschen. Standard und Richtwerte werden heute als Grundlage, roter Faden und Orientierungshilfe von Kollegen und Instituten in ganz Deutschland und Europa genauso genutzt wie in Australien, Neuseeland oder Nordamerika. Sie werden auch von der Politik, der Schulmedizin, von Behörden, Universitäten, der Industrie... beachtet und in deren Veröffentlichungen teilweise als Ergänzung ihres Wissens und teilweise als provozierende Alternative zur etablierten Wissenschaft zitiert.
11. Mai 2012, Mainz (Erbacher Hof, 930 - 17:00 Uhr)
Was einst als Einzelveranstaltung begann, ist - auch dank der kontinuierlich hohen Besucherzahlen - inzwischen zu einem bundesweit beachteten, jährlichen Fachkongress geworden.
Auch dieses Jahr werden wir unser Themenspektrum über den Elektrosmog hinaus ausweiten, da auch andere technische Umweltbelastungen auf uns einwirken. Doch sehen Sie selbst.
Alle Informationen finden Sie auch unter www.bund-rlp.de/elektrosmog
Wir hoffen, Ihr Interesse geweckt zu haben und Sie am 11. Mai in Mainz begrüßen zu können. Wir bitten um Anmeldung.
Mit freundlichen Grüßen
Michael Ullrich
BUND Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
Tel. 06131-62706-0
Fax. 06131-62706-66
mobilfunksymposium@bund-rlp.de
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BUND
Landesverband Rheinland-Pfalz e.V.
Hindenburgplatz 3
55118 Mainz
Samstag 11. Mai 2013
9:30 - 17:00 Uhr
im Erbacher Hof, Mainz
Aus organisatorischen Gründen wird um frühzeitige Anmeldung
gebeten – entweder per Telefon, Fax oder eMail.
Die Teilnahmegebühr beträgt 25 EUR mit Seminarunterlagen und
15 EUR ohne Seminarunterlagen (BUND-Mitglieder 5 EUR weniger).
Es besteht die Möglichkeit zur Verpflegung im Erbacher Hof. (Bei
Interesse bitte Vorbestellung, 8 EUR - das Mittagessen bitte nicht
überweisen, sondern vor Ort bezahlen!!)
Bitte überweisen Sie das Geld auf das Konto 63630 bei der Volksbank
Alzey-Worms eG, BLZ 550 912 00, Stichwort: Mobilfunksymposium
Pressemitteilung des VERBAND BAUBIOLOGIE
August 2012
Bonn – Die Gesundheitsgefährdung durch das radioaktive Edelgas Radon ist deutlich höher einzustufen als bislang angenommen. Radon kommt in allen Gebäuden vor, kritische Werte werden besonders in Gebieten mit erhöhten Radonkonzentrationen im Boden erreicht - dies betrifft mehr als die Hälfte der deutschen Haushalte. Die Bundesregierung muss dringend handeln – fordert jetzt der VERBAND BAUBIOLOGIE, Bonn.
Die WHO hat eindeutige Nachweise der Gesundheitsgefährdung durch Radon in Deutschlands Gebäuden festgestellt. "International anerkannt ist eine Erhöhung des natürlichen Lungenkrebsrisikos um 10%, wenn sich die Radonkonzentration in der Wohnraumluft um 100 Bq/m3 erhöht. Es werden auch schon Zusammenhänge mit Leukämie hergestellt", betont Frank Mehlis, Vorsitzender des VERBAND BAUBIOLOGIE. Während man bisher nur von einer Gefährdung durch Radon bei undichten Kellerböden ausging, ist die Gefahr laut Untersuchungen des Verbands deutlich höher einzustufen. „Das radioaktive Gas Radon kann auch aus undichten Heizöltanks und radioaktiven Baustoffen austreten, sich im Haus anreichern und für eine hohe Gesundheitsgefahr sorgen,“ so Mehlis. Durch thermische Effekte im Haus gelangen die Radongase aus dem Keller auch in Wohnungsräume. „Wir verbringen 90 Prozent unserer Zeit in geschlossenen Räumen. Wenn hier Schadstoffe auftreten, ist die gesundheitliche Gefährdung groß.“
Gefordert: Gesetzliche Grenzwerte und bauliche Präventivmaßnahmen
Schon seit Jahren ist ein Radonschutzgesetz in Planung, ebenso eine EU-Norm zum Schutz der Bevölkerung vor Radon in Gebäuden. Bisher scheiterte eine einheitliche Regelung am Widerstand einzelner Bundesländer. Der VERBAND BAUBIOLOGIE fordert die Regierung auf, endlich Grenzwerte von 30 Bq/m³ in Gebäuden zum Radonschutz umzusetzen, deren Einhaltung zu kontrollieren und für Gebäudesanierungen Fördermittel bereit zu stellen. Frank Mehlis: „In der Schweiz wird das so praktiziert, während man hierzulande die gesetzliche Regelung hinauszögert und damit riskiert, dass die gesundheitlichen Schäden für die Betroffenen und die Kosten für Sanierungen enorm steigen.“ Dabei könne die Ausbreitung von Radongasen schon mit einfachen baulichen Präventivmaßnahmen verhindert werden.
Guter Rat vom VERBAND BAUBIOLOGIE:
Eine Messung durch Experten bietet die sicherste Grundlage für geeignete Schutzmaßnahmen
Bei Neubauten sollten offene Treppenhäuser bis ins Untergeschoss vermieden werden
Kellertreppen mit einer dichten Türe verschließen.
Vorsicht bei Hausversorgungsleitungen: Durch Abflüsse, Elektroleitungen und Gasversorgungen kann das Radongas ins Haus eintreten. Die Leitungen müssen sorgfältig unter Verwendung von dauerelastischen Dichtungsmassen von einem Profi abgedichtet werden.
Auch ausreichend dimensionierte (Ent-) Lüftungsanlagen bieten Schutz vor Radonstrahlung. Grundsätzlich gilt: Lüften ist eine effektive Maßnahme zur Reduzierung von Schadstoffen nicht nur bei Radonbelastung.
Im Fundamentbereich kann Beton auf Dauer eine größere Radondichtheit garantieren als andere Baustoffe.
Forderungen des VERBAND BAUBIOLOGIE:
Gesetzliche Verankerung des Grenzwertes von max. 30 Bq/m³ Radon in Gebäuden!
Staatlich geförderte Messung der Radonbelastung in Wohngebäuden durch anerkannte Experten – wie in der Schweiz.
Bereitstellung von Fördermitteln für die Sanierungen von Altbauten und gesetzlich geregelte Radonschutzmaßnahmen bei Neubauten.
Integration von Maßnahmen gegen Radon in die nationalen Energiespar-Förderprogramme für Gebäude-Renovierungen.
Staatliche Kontrolle der Einhaltung des Radongrenzwertes bei Bauvorhaben.
Was ist Radon:
Das radioaktive Radon (Rn-222) ist ein natürlich vorkommendes Edelgas. Es ist farb- und geruchlos. Bei der Diffusion aus dem Erdboden sammelt es sich unterhalb der Häuser an und gelangt über nicht ausreichend dichte Bodenplatten in den Kellerinnenraum. Risse, Leitungsdurchführungen, Wasserrohre oder Lüftungsschächte sind mögliche Eintrittspforten. Auch aus Baustoffen kann Radongas austreten. Die mittlere Radonkonzentration in der Innenraumluft liegt bei etwa 50 Bq/m³. Bei ungünstigen Bedingungen (geographische Lage, geringe Lüftung) ist mit beträchtlich höheren Radonkonzentrationen in der Innenraumluft zu rechnen. Wird das Radongas eingeatmet, so kommt es durch seine Zerfallsprodukte zu einer erhöhten Strahlenexposition in der Lunge, das Lungenkrebsrisiko - und nach neuesten Forschungen wahrscheinlich auch das Leukämierisiko - steigt.
Wichtig: Messung der Radonkonzentration
Jeder Sanierung sollte eine Messung und - bei Bedarf - die Erkundung der Ursachen der erhöhten Radonkonzentrationen vorangehen. Radonmessungen in Wohngebäuden sind einfach und preiswert durchzuführen. Um die Radonbelastung in einem Haus zu bewerten, sind zwei Messungen – z.B. in einem Aufenthaltsraum im Erdgeschoss und in einem Kellerraum – durchzuführen.